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Psõmion Agamemnon

Psõmion Agamemnon (alt grc.: ‚Fragment Agamemnon‘) ist eine experimentelle Begegnung mit dem antiken Drama. Eine Untersuchung der Keimzelle theatraler Darstellungskunst auf ihre Impulse für eine intermediale Erzählweise, die die Inhalte und Atmosphären einer Geschichte erfahrbar macht.

Ausgehend von der Beschäftigung mit der antiken Aufführungspraxis, sowie der Dramaturgie antiker Tragödien, wurde exemplarisch an Aischylos’ Agamemnon aus der Tragödientrilogie Die Orestie gezeigt, welche Chancen diese poetische Versdichtung für experimentelle, performative Darstellungsformen bietet. Damit wird ein assoziativer Zugang zu den Themen des Stückes geschaffen, die von zeitloser Aktualität sind. Denn die darin aufgeworfenen Fragen nach der Legitimation von Blutrache, der Stellung einer göttlichen Rechtsprechung in der Gesellschaft und der Wiederholung von Geschichte, fordern im Kontext der politischen und religiösen Konflikte heutiger Tage nach einer erneuten künstlerischen Verhandlung.

Das strikte Versmaß und die Chorlieder sind in Zusammenhang mit der inhaltlichen Auseinandersetzung zentraler Ansatzpunkt, um den Themen des Stückes ästhetisch zu begegnen, sie zu untersuchen und erfahrbar zu machen. Von ihnen als Zentrum ausgehend, wurde mittels Musik, Tanz und Sprache die Tragödie szenisch erforscht: Der Text wird zu einem Klangkörper, dessen Rhythmus zu einer Musik führt, die einen Gesang evoziert und letztlich in einer Bewegung, oder einem Tanz endet. So entsteht eine eigene Sprache, die inspiriert ist von der antiken Grundlage, sodass eine reflektierte Rückbindung an das Stück ermöglicht wird.

Musik, Sprache und Körper stehen dabei als gleichwertige und autonome Medien des Ausdrucks, nebeneinander. Sie gehen fließend ineinander über, bedingen und befruchten sich, sodass ein kollektiver Arbeitsprozess entsteht, der sich assoziativ mit Aischylos' Agamemnon auseinandersetzt und von der Zusammenführung der unterschiedlichen Darstellungsmedien lebt.

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Inszenierung/Bühne: Till Kleine-Möller

Choreografie: Claudio Gottschalk-Schmitt

Maskenbild: Miriam Waldenspuhl, Caterina Veronesi, Aylin Halman

Bearbeitung: Stefanie Fischer, Till Kleine-Möller

Dramaturgie/Regieassistenz: Stefanie Fischer

Licht: Georg Boeshenz

Musik: Johannes Ohsenberg, Jakob Tögel

Übersetzung: Peter Stein, Gustav F. Droysen

Bearbeitung: Till Kleine-Möller

 

Chor: Valentina Inzko Fink, Robert Lankester, Wiebke Isabella Neulist, Claudio Gottschalk-Schmitt, Lisa Rothardt, Philipp Rosenthal, Nico Soller

Klytaimnestra: Konstanze Fischer

Agamemnon: Jakob Tögel

Kassandra: Cem Lukas Yeginer

Aigisthos: Daniel Holzberg

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